Stifterland Baden-Württemberg

Stifterland Baden-Württemberg war der Titel einer erfolgreichen Ausstellung, die in verschiedenen Städten vom Oktober 2004 bis Juni 2005 gezeigt wurde. Die Bischof-Reinkens-Stiftung war mit 140 weiteren Stiftungen an dieser Ausstellung beteiligt, die von über 12.000 Gästen besucht wurde. Bei den rund 30 Sonderveranstaltungen mit hochkarätigen Rednern kamen weitere 2.900 Gäste in diese Ausstellung.

„Gutes tun mit einer Stiftung“ titelte die Badische Zeitung. Sie begrüßte die moderne Art dieser Ausstellung, bei der Stiftungen für Stiftungen warben. Einige der teilnehmenden Stiftungen hatten Schaustücke ausgestellt, sogar eine Gründungsurkunde vom Jahr 1300 war zu sehen. Vor allem zeigte die Ausstellung die Vielfalt der Stiftungszwecke, die die 1.700 Stiftungen in Baden-Württemberg verfolgen, wobei die sozialen Zwecke überwiegen. Aber auch Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung können gefördert werden.

Stifter kann jeder werden, sogar mit kleinen Vermögen, indem man zum Beispiel zu einer bestehenden Stiftung wie der Bischof-Reinkens-Stiftung „zustiftet“. Das zeigen Beispiele einiger sehr alter Stiftungen, die über Jahrhunderte hinweg mit dem Ansammeln auch kleiner Beträge aus Spenden oder Erbschaften heute große Vermögen verwalten.

Die Bischof-Reinkens-Stiftung ist eine Stiftung kirchlichen Rechts des katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland. Ihr Namensgeber ist der erste Bischof der Kirche in Deutschland, Prof. Dr. Joseph Hubert Reinkens (1821-1896). Die Stiftung wurde mit Genehmigung der Bezirksregierung Köln vom 16. Januar 2002 errichtet. Ihr Sitz ist in Bonn, ihre Geschäftsstelle in Stuttgart beim alt-katholischen Pfarramt.

„Es ist keine Schande, reich zu werden, aber es ist falsch, reich zu sterben“, schrieb Karl Konrad Graf von der Groeben, Gründer der Stiftung Weltethos. Die Gründungsmitglieder und Kapitalgeber sind das Bistum selbst und die Landessynodalräte bzw. Gemeindeverbände des Bistums. Dieses stellen auch die Mitglieder des Stiftungsbeirates. Die alt-katholische Kirche ist dezentral organisiert und gesteht ihren Gemeinden und Landesorganisationen eine hohe Selbstständigkeit zu. Zunehmend kommen jedoch überörtliche Aufgaben und solche, die alle Gemeinden betreffen, auf das Bistum zu. Deshalb sollen künftig insbesondere die drei kirchlichen Grunddienste Glaubensverkündigung, Gottesdienst und vor allem diakonische und soziale Aufgaben durch die Stiftung gefördert werden.

Wer sich über die Bischof-Reinkens-Stiftung informieren möchte, kann sich direkt an den Vorsitzenden Diakon Schwarz wenden (Telefon 07937-80 24 50) oder sich per E-Mail an ihn wenden:

reinkens-stiftung@ alt-katholisch.de

Diethard Schwarz