Aktuelle Termine und Mitteilungen

Geistliches Zentrum Friedenskirche Deggendorf

Dekanatswochenende 2018

Das diesjährige Dekanatswochenende vom 20.-22. Juli im Evang. Bildungs- und Tagungszentrum Pappenheim hat das Thema: "Friede, Freude, Eierkuchen - oder doch eher Shalom?"

Für die Jüngeren wird es wieder ein Sonderprogramm geben, das sich aber mit der gleichen Grundthematik beschäftigt.

Anmeldungen bis zum 1. Juni 2018 ans Pfarramt

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"Missa Brasileira" in der Rosenheimer Allerheiligenkirche

Ein musikalischer Leckerbissen wartete auf die zahlreichen Besucher, die sich am Sonntagabendin der alt-katholischen Allerheiligenkirche Rosenheim an der Kaiserstraße einfanden. Häufig wird der große Rundbau für akustische Darbietungen genutzt. Diesmal war die Chorgemeinschaft Bruckmühl samt Instrumentalisten und einer Sopransolistin angereist. Auf dem Programm stand eine lateinische Choralmesse, allerdings anders und ungewohnt: nämlich mit Band und total beschwingten und rassigen Rhythmen. Komponist dieser noch sehr selten in Deutschland aufgeführten Messe ist der in Brasilien geborene Musiker Jean Kleeb. Betitelt hat er die Messe als „Missa Brasileira".

Mehr als 150 Zuhörer hatten sich im Rund der Kirche eingefunden. Sie erlebten zu Anfang sozusagen zum Warmwerden das Samba-Stück "Encontros do Brasil", ebenfalls von Jean Kleeb, gesungen von der Solistin des Abends, der Konzertsängerin Dagmar Gareis. Begleitet wurde sie hier und auch in der Folge am Clavinova von Konrad Liebscher, dem hauptamtlichen Kirchenmusiker in Bad Aiblings Stadtkirche, von Thomas Laar am Kontrabass, Dietgard Luber am Violoncello, sowie dem Schlagzeuger Martin Heisl und der Cajon-Spielerin Benedikta Klein. Nach einemportugiesischen Liebeslied "Eu sei que vou te amar" trat im Namen der Chorgemeinschaft Erni Speigel ans Mikrofon und begrüßte die Anwesenden. Sie gab interessante Hinweise auf den Komponisten und den Gesamtzusammenhang der nun folgenden „Missa". Völlig ungewohnt für eine lateinische Choralmesse konnten sich die Zuhörer nun einstellen auf Bossanova-Rhythmen, Samba-Klänge und die verschiedensten mitreißenden Taktfolgen, die freilich dem Chor allergrößte Konzentration und Leistung abverlangten. Während das Kyrie noch recht verhalten daher kam, brandete das Gloria geradezu auf in Wucht und Temperament. Viele der Anwesenden wippten mit der Fußspitze im Rhythmus mit, auch wenn dann ganz überraschend immer wieder fast Tango-mäßige melancholisch sanfte Stücke erklangen. Gerade in diesen Bereichen, zum Beispiel immeditativen „Quoniam" und auch dem „Sanctus", konnte die Sopranistin ihr ganzes Können zeigen: Mit bewundernswerter Leichtigkeit erreichte sie fast astronomische Höhen und konnte dabei die notwendige Zartheit der Melodieführung jederzeit bewahren. Zentrale Interpreten der Choralmesse aber waren nun zweifellos die Chormitglieder, Sänger und Sängerinnen aus Bruck-mühl und Umgebung. Sie wurden - wie auch die Instrumentalisten - dirigiert und geführt von Susanne Reitlinger, der Chorleiterin aus München, die sich selber als Sängerin und Dirigentin schoneinen Namen gemacht hat. Von Beruf Mathematikerin, leitet sie seit vier Jahren die Chorgemeinschaft und hat einen hochwertigen Klangkörper aus den Sängern und Sängerinnen gemacht. Vor allem die mitreißende Dynamik, das gefühlvolle Ausdrücken von lautem Jubel und gleich danachbehutsamstem Piano gelang hervorragend. Zwischendurch wurden von Chormitgliedern auchwieder erklärende Texte und Impulse verlesen. Den Schluss bildete dann das nachdenkliche „Agnus Dei" mit einem geradezu betörenden Aufruf zum Frieden und zur Friedensgesinnung: „Dona nobis pacem".

Der Applaus, der dann aufkam, war laut und lang. Bis zum letzten Platz waren die Zuhörer in dervollen Kirche begeistert. Und natürlich ließen sie die Chorgemeinschaft und die Instrumentalisten nicht ziehen ohne mehrere Zugaben. Am Ende waren sich alle einig, dass dieses Konzert ein großer Gewinn gewesen war für jeden, der es miterlebt hatte: eine Choralmesse mit Feuer und Begeisterung, der es gelungen war, eine Brücke zu schlagen zwischen europäischer Kirchenmusik und indianischem und afro-brasilianischem Pulsschlag.

Harald Klein

Ignaz von Döllinger zum 125. Todestag

1890 starb Ignaz von Döllinger, prominenter Kirchenhistoriker und geistiger Vater der alt-katholischen Bewegung. Im Januar 2015 erinnerte eine gemeinsame Veranstaltung des Bistums und der Gemeinde München daran. Anknüpfend daran erscheint jetzt ein reich bebildertes Buch mit Beiträgen von Elisabeth Bach, Angela Berlis, Rudolf Bulin, Hubert Huppertz, Ewald Kessler, Erentrud Kraft, Matthias Ring und Siegfried Thuringer. Das Buch hat 192 Seiten und ist erhältlich über das Pfarramt München, den Bistumsverlag und in allen Buchhandlungen zum Preis von 17,- €.

 

 

 

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