Bistum

Begeisterte Bischöfe beim Gottesdienst; von links: Erzbischof em. Rowan Williams (Canterbury), Erzbischof Joris Vercammen (Utrecht), Bischof em. Joachim Vobbe (Bonn)
Begeisterte Bischöfe beim Gottesdienst; von rechts: Erzbischof em. Rowan Williams (Canterbury), Erzbischof Joris Vercammen (Utrecht), Bischof em. Joachim Vobbe (Bonn)

Das "Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland" ist eine

  • autonome,
  • bischöflich-synodal verfasste,
  • katholische

Kirche, die sich zur Vielfalt und zu den wesentlichen Lehren und Institutionen der alten, ungeteilten Kirche des 1. Jahrtausends bekennt. Sie hat ihren Ursprung in verschiedenen innerkatholischen Reformbewegungen.

Nach dem Ersten Vatikanischen Konzil (1870) entstanden überall im deutschsprachigen Raum Kirchengemeinden derjenigen katholischen Christen, die die neuen Glaubenssätze (Dogmen) von der Unfehlbarkeit des Papstes und seinem Jurisdiktionsprimat aus ihrem Gewissen heraus nicht annehmen konnten, sondern beim alten Glauben blieben.

In kritischer Auseinandersetzung mit den historischen Zeugnissen der frühen Christenheit entwickelten die Väter der alt-katholischen Bewegung eine bischöflich-synodale Kirchenverfassung, die das historische Bischofs- und Priesteramt auf allen Ebenen kombiniert mit Wahlen und Abstimmungen.

Von Anfang an wurde das Gespräch mit anderen Kirchen gesucht. Diese Gespräche führten

Für die Geistlichen gibt es keine Verpflichtung zur Ehelosigkeit. Die meisten Geistlichen sind verheiratet und haben Kinder (auch der Bischof). Seit 1994 sind Frauen zu allen ordinierten Ämtern zugelassen. Die erste Weihe von Priesterinnen fand am Pfingstmontag 1996 statt.

Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland zählt etwa 15.000 Mitglieder (Tendenz steigend), und ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts.

Für die Ausbildung von Theologiestudierenden gibt es an der Universität Bonn ein Alt-Katholisches Seminar und als Einrichtung des Bistums das Bischöfliche Seminar "Johanneum".